Verstanden werden: eine Frage der Zeit

Hier wieder einmal ein Beispiel, wie der falsche Umgang mit Vergangenheit und Vorvergangenheit einen Text unverständlich macht.  In einem Bericht aus der Sportredaktion von orf.at über ein Fußballmatch gegen Belgien war zu lesen: „Zur Pause hatte Österreich 2:1, bis zur 87. Minute mit 3:2 geführt. Franz Schiemer (14.) glich die Führung der Belgier durch Jelle Vossen (11.) schnell aus, Marko Arnautovic ließ das ÖFB-Team mit einem Klasseschuss nach schöner Junuzovic-Vorarbeit in der 29. Minute gar noch ein zweites Mal vor der Pause jubeln.“

Man versteht hier kaum, was der Verfasser eigentlich sagen will, weil er die Zeiten genau verkehrt einsetzt. Denn das, was vorher passiert ist, muss natürlich in der Vorvergangenheit stehen und was danach folgt, in der Vergangenheit. Es geht also nicht darum, welcher Satz an erster und welcher an zweiter Position steht, sondern welches Ereignis vorher bzw. nachher stattgefunden hat.

Der Satz müsste also richtigerweise lauten: „Zur Pause führte Österreich 2:1, bis zur 87. Minute mit 3:2. Franz Schiemer (14.) hatte die Führung der Belgier durch Jelle Vossen (11.) schnell ausgeglichen, Marko Arnautovic das ÖFB-Team mit einem Klasseschuss nach schöner Junuzovic-Vorarbeit in der 29. Minute gar noch ein zweites Mal vor der Pause jubeln lassen.“

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